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No Briefing? No Problem!

  • Anja Tischer
  • 2. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. März

Manchmal bekommst du als Copywriter alles auf einmal:

Briefing, Markenleitfaden, Wettbewerbsanalyse, Beispielkampagnen.

Manchmal sogar einen ersten Entwurf.

Und manchmal kommt eine E-Mail.

Eine Zeile. „Kannst du das kurz etwas aufpolieren?"


Was das heißt? Gute Frage.

Deine Aufgabe ist es, das herauszufinden.

Der direkteste Weg: fragen. Und dir selbst ein Briefing bauen.


Als neue Copywriterin habe ich das lange vermieden. Zu viele Fragen stellen – wirkt das nicht unprofessionell? Unsicher?

Nein. Es wirkt strategisch.

Der Unterschied zwischen einer

und einer Content Writerin liegt genau hier: Beratung.

Und Beratung beginnt mit den richtigen Fragen.


Was du tust, wenn kein Briefing kommt:

Erstens: Fragen stellen, die die Lücken füllen.

Zweitens: Dir selbst ein internes Briefing bauen – auf Basis von Logik, Kontext und Erfahrung.

Starte mit der wichtigsten Frage überhaupt: Was soll dieser Text bewirken?

Aufmerksamkeit erzeugen? Conversions bringen? Orientierung geben?

Sobald du das weißt, kannst du rückwärts denken – aus der Perspektive deiner Leser: Was wissen sie bereits? Was hält sie zurück? Was brauchen sie, um den nächsten Schritt zu machen?


Und jetzt der Teil, den viele überspringen: Recherche.

Kein Briefing bedeutet nicht kein Wissen.

Kundenbewertungen, Konkurrenzrezensionen, Foren – da steckt mehr drin, als die meisten vermuten. Du findest dort echte Sprache, echte Probleme, echte Einwände.

Auch Demografie allein reicht nicht. „Männer, 35–50, mit verfügbarem XX € Einkommen" sagt dir wenig.

Was bewegt diese Menschen? Was hält sie vom Klicken ab? Welche Überzeugungen stecken hinter ihrer Entscheidung?

Für tiefere Antworten brauchst du tiefere Methoden: Umfragen, Kundeninterviews, Review Mining, Social Listening, Suchanfragen auf der Website, Heatmaps, User Journeys.

Das macht Texte nicht nur besser – es macht sie relevant.


Gilt übrigens auch für Portfolioprojekte.

Kein Kunde? Kein Problem. Such dir eine Marke, die du schätzt. Schreib dein eigenes Briefing. Bevor du auch nur einen Satz formulierst.

Kunden wissen oft nicht, was sie brauchen. Manchmal wissen sie nicht einmal, was sie wollen. Wenn du diese Lücke schließt – durch strategisches Denken, die richtigen Fragen, kluge Recherche – wirst du unersetzlich.


-I`m here to help. ;)-

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